Charakterisierung

Im zweiten Teil der Tragödie lässt Goethe eine Vielzahl an Figuren auftreten, allen voran Faust und Mephistopheles, die auch die Hauptcharaktere des ersten Teils bilden.

Die Figuren sind bei Goethe äußerst vielschichtig angelegt und deuten auch immer auf etwas hin, das über ihre Charakteristik als Figur hinausgeht.

Sie transportieren bestimmte Ideen und Motive, die Goethe im „Faust II“ sichtbar machen will. Während etwa Mephistopheles nicht nur den verführerischen Teufel repräsentiert, sondern auch romantische Vorstellungen verkörpert, präsentiert Helena als Urbild der antiken Schönheit auch das Dichtungskonzept der Antike.

Wer „Faust I“ kennt, kann einen sehr aufschlussreichen Vergleich ziehen: Haben sich Faust  und Mephistopheles in ihren Figurencharakteristiken verändert? Ist Faust etwa noch immer der verzweifelte Wissenschaftler, der nach höherer Erkenntnis strebt?

In der Personencharakterisierung werden die wichtigsten Figuren analysiert. Die komplexe Ausgestaltung der Figuren wird detailliert untersucht und in einer klaren Struktur verständlich gemacht.