Analyse

Die formale Gestaltung des „Faust II“ ist höchst interessant und führt bei der Interpretation des Werks zu vertiefenden Einsichten und Zusammenhängen: Obwohl der äußere Aufbau der Tragödie dem des klassischen antiken Dramas entspricht, bricht Goethe dennoch wieder mit diesem Konzept. Er verwendet eine Vielzahl an verschiedenen formalen Strukturen und Gestaltungsmitteln.

Die Analyse zeigt äußerst nachvollziehbar und durchdacht, warum sich Goethe für eine bestimmte formale Struktur entschieden hat und wie aufgrund dessen die Gesamtkomposition des Werks zu verstehen ist.

Äußerst aufschlussreich ist hierfür ist auch die vergleichende Analyse des formalen Aufbaus gegenüber „Faust I“, der auch strukturell mit dem zweiten Teil in Verbindung steht.

Form und Inhalt, so wird deutlich, stehen immer in einem Zusammenhang.

Der Sprachstil im „Faust II“ ist so mannigfaltig, dass der Leser schon einmal die Orientierung verlieren kann. In der sprachlichen Analyse wird aus diesem Grund zunächst eine erläuternde Übersicht über die häufigsten verwendeten Versarten verschafft. Der Leser kann so genau verstehen, wie sich etwa der Alexandriner gestaltet oder aus welcher Dichtungstradition der Adonius stammt.

Darüber hinaus wird zu jedem verwendeten Versmetrum ein Textbeispiel angeführt, das präzise interpretiert wird. So kann auf optimale Weise nachvollzogen werden, warum Goethe die unterschiedlichen Versmetren einsetzt.