Interpretation

Das Wesen unserer sehr ausführlichen und gründlichen Interpretation liegt in der Herausarbeitung und Deutung zentraler Themen und Aussagen von E.T.A Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. Es beginnt mit dem Phänomen des Narzissmus, das zunächst einmal sowohl im alltäglichen als auch im fachpsychologischen Gebrauch definiert wird. Hauptsächlich untersucht der Abschnitt, welche narzisstischen Merkmale Nathanaels Verhältnis zu Olimpia charakterisieren.

Die nachfolgende Passage setzt sich mit dem Motiv des Doppelgängers auseinander, welches unter verschiedenen Gesichtspunkten definiert werden kann. Demnach treten nicht nur Coppelius und Coppola als Doppelgänger auf, sondern auch Nathanael selbst findet im Sandmann und Olimpia zwei Duplikate seines abgespaltenen Ichs.

Der darauffolgende Beitrag widmet sich dem Thema der gestörten Kommunikation. Die Merkmale von Miss- und Unverständnis werden im Kontext von Nathanaels Familiensituation, der einleitenden Briefe sowie von Nathanaels Verhältnis zu Olimpia herausgearbeitet und mithilfe anschaulicher Textstellen belegt.

Der Wahnsinn ist Gegenstand des anschließenden Abschnitts. Zunächst erfolgt eine Analyse des Gebrauches des Motivs im Werk. Anschließend wird Nathanaels Krankheitsgeschichte unter Berücksichtigung seiner traumatischen Erlebnisse nachgezeichnet. Es wird ein Überblick über mögliche Symptome einer Schizophrenie vermittelt. Der Beitrag endet mit einer Deutungsvariante, die den Wahnsinn als ‚Wahnsinn‘ interpretiert. 

Im Folgenden wird Freuds psychoanalytische Deutung des »Sandmannes« näher beleuchtet. Grundlage bildet das Konzept des Ödipuskonfliktes, welches einleitend definiert wird. Anschließend folgt eine Vorstellung der wichtigsten Thesen, die Freud in Bezug auf Hoffmanns Erzählung formuliert. Dazu gehören die Beziehung zum Unheimlichen, die Kastrationsangst, die Vaterimagines und der negative Ödipuskomplex.

Die nächste Passage untersucht, wie Hoffmann Fantasie und Realität einander gegenüberstellt und sie ineinandergreifen lässt. Im Vordergrund stehen der Eingriff des Märchenhaften in den Alltag, das Motiv der Multiperspektivität sowie die Rolle der Poesie. Auch die Art und Weise, wie Sprache und Erzählstil zur Interpretationsvielfalt des Werkes und zur Verwirrung des Lesers beitragen, findet Berücksichtigung.

Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit dem Unheimlichen in Hoffmanns Werk. Dabei wird ein Blick auf die Ästhetik, die subjektiven Wahrnehmungen sowie die wichtigsten Motive des Unheimlichen geworfen. Von Bedeutung sind dabei auch Freuds Abhandlung über »Das Unheimliche« (1919) sowie Jentschs Aufsatz »Zur Psychologie des Unheimlichen« (1906), die sich beide auf den »Sandmann« beziehen.

Der letzte Teil der Interpretation widmet sich dem Frauenbild in Hoffmanns Erzählung. Eingangs wird die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert beschrieben, um eine wesentliche Verständnisgrundlage zu schaffen. Vor dem historischen Kontext findet dann eine eingehende Betrachtung der Frauenfiguren Clara und Olimpia statt. Nicht zuletzt wird auch Hoffmanns Blick auf die Frauen des Bürgertums dargelegt....

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