Inhaltsangabe

Die Handlung

Die Erzählung Der Sandmann von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann aus dem Jahr 1816 beschreibt das Schicksal des jungen Studenten Nathanael, der von einem einschneidenden und traumatischen Erlebnis in seiner Jugend geprägt ist. Nachdem ihm eine Kinderfrau ein Ammenmärchen über den schrecklichen Sandmann, der angeblich Kindern Sand in die Augen streut, bis diese zu bluten beginnen und herausfallen, erzählt hat, haben sich das Wunderbare und Abenteuerliche in der Fantasie des Kindes einnistet.

Eines Abends glaubt der Knabe den Sandmann erkennen zu können, als er sich im Zimmer seines Vaters versteckt, um ihn bei alchemistischen Experimenten mit dem Advokaten Coppelius zu beobachten: Der Sandmann sei der widerliche, gefürchtete und grässliche Coppelius, der ihn bei der Gelegenheit erwische und misshandele. Ein Jahr später stirbt der Vater nach einem erneuten Besuchs Coppelius bei einer Explosion und daraufhin hat der Elfjährige keinen Zweifel mehr, dass Coppelius daran schuld ist.

Der Student schreibt nun an Lothar, dass er meint, Coppelius in der Gestalt des Wetterglashändlers Coppola, der ihn besucht hat, erkannt zu haben, aber er verneint diese Vorstellung in seinem nächsten Brief. Als er nach Hause kommt, zeigt es sich, dass er noch immer an die bösen Mächte, die ihn verfolgen, glaubt, was einen Streit mit seiner Verlobten Clara auslöst.

Der narzisstische Nathanael verliebt sich Hals über Kopf in die Tochter seines Physikprofessors Spalanzani, nachdem er von Coppola ein Fernglas gekauft hat, durch das er sie beobachten kann. Er erschrickt und erleidet einige Tage später einen Wahnsinnsanfall, als er entdeckt, dass es sich bei ihr nur um eine mechanische Puppe handelt. Darauf folgen eine kurze vermeintliche Genesung und Glück zu Hause mit Clara. Am Ende der Erzählung verfällt er auf dem Rathausturm der Stadt wieder dem Wahnsinn: Er versucht zunächst, Clara vom Turm zu stoßen, die aber gerettet werden kann, und stürzt sich schließlich selbst in den Tod, nachdem er Coppelius in der Menschenmenge erblickt hat.

Die Briefe

Die Erzählung beginnt mit drei Briefen Nathanaels, die er an Lothar, den Bruder seiner Verlobten, schickt. In dem ersten Brief berichtet Nathanael über den merkwürdigen Besuch eines Wetterglashändlers, der ihn an ein Kindheitstrauma erinnert. In diesem geht es um den Sandmann, der es laut einer Kinderfrau auf kleine Kinder und deren Augen abgesehen hat.

Der alte Advok...

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