Autobiografische Bezüge

In vielen seiner Texte setzt sich Hoffmann mit dem Wahnsinn auseinander und entwirft Figuren, die Realität und Fiktion nur schwer auseinanderhalten können. Auch im Leben des Autors gab es Phasen, in denen er befürchtete, wahnsinnig zu werden. Dies belegen einige seiner Tagebucheinträge. Hoffmann fühlte sich vom alltäglichen Leben gelangweilt und nutzte nicht selten den Alkohol als Türöffner zur Welt der Fantasie bzw. als Hilfsmittel im künstlerischen Schaffensprozess. Zuweilen trank er bis zur Besinnungslosigkeit, um gezielt wahnhafte und halluzinogene Zustände hervorzuführen.

Der Lebenswandel des Autors blieb auch seinen Kritikern nicht verborgen. Goethe vertrat die Meinung, Hoffmanns extravagante Erzählungen seien das Produkt eines Geisteskranken. Auch Eichendorff, Jean Paul und Heinrich Heine nahmen ihren Kollegen ganz ähnlich wahr. Das Bild vom psychisch kranken Hoffmann, dessen Werke Ausdruck einer geistigen Verwirrung seien, verbreitete sich i...

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