Nathanaels Gedicht

Sprache und Erzählweise

Um Clara zu verdeutlichen, welchen negativen Einfluss Coppelius auf ihr Liebesglück ausübt, schreibt Nathanael ein Gedicht. Hoffmanns Erzähler gibt dieses poetische Werk mit eigenen Worten wieder, ohne jedoch den Originaltext heranzuziehen (vgl. S. 23). Insofern beschränkt sich der sprachliche Eindruck auf die Wortwahl des Erzählers.

Das Gedicht steht in starkem Kontrast zu den kommentarlos zitierten Briefen Nathanaels. Letztere vermittelt dem Leser einen (vermeintlichen) Einblick in den Schreibstil des passionierten Dichters, während ausgerechnet das als Poesie ausgegebene Werk unzitiert bleibt.

Der Inhalt des Gedichts wird zunächst nur skizzenhaft und vage wiedergegeben, was Ausdrücke, wie „dann und wann“ (Z. 16/17) oder „irgendeine Freude“ (Z. 18), belegen. Konkreter wird es mit jener Szene, in der Coppelius am Traualtar erscheint und Claras Augen herausreißt, welche anschließend in Nathanaels Brust springen.

Hier verdichtet der Erzähler das grausame Geschehen mithilfe (z.T. personifizierter) Naturmetaphern. Auffällig ist der Gegensatz zwischen Feuer und Wasser sowie zwischen schwarz und weiß (grüne Markierung). Überdies verwendet der Erzähler Übertreibungen (blaue Markierung) und Lautmalerei (Häufung von S-Lauten, rote Markierung), um Spannung aufzubauen:   

„[…] Coppelius fasst ihn [Nathanael] und wirft ihn in einen flammenden Feuerkreis, der sich dreht mit der Schnelligkeit des Sturmes und ihn sau...

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