Der Erzähler

Ab Seite 17 übernimmt nun ein Erzählerden Fortgang des Geschehens. Es handelt sich um einen auktorialen Erzähler, der das Geschehen kommentiert und wertet („Seltsamer und wunderlicher kann nichts erfunden werden, als dasjenige ist, was sich mit meinem armen Freunde, dem jungen Studenten Nathanael, zugetragen“ (S.17)).

Des Weiteren liefert er Hintergrundinformationen, so beispielsweise zu dem weiteren Verlauf des Lebens von Professor Spalanzani, nachdem ihm Olimpia weggenommen wurde (vgl. S.38f.), zu den Familienstrukturen von Nathanael, Clara und Lothar (vgl. S.19f.) oder zu der vermeintlichen Quelle, von der er die vorangestellten Briefe erhalten hat. Er habe diese nämlich von seinem Freund Lothar bekommen (vgl. S.19).

So wird erneut eine Illusion von Authentizität und Realitätsnähe geschaffen.

Der Erzähler adressiert den Leser direkt und spricht ihn unter anderem mit „günstiger Leser!“ oder „Geneigtester!“ (S.18) an. Der Mittler, wie er noch in den Briefen fungierte, fällt jetzt weg. Es wird bewusst für den außenstehenden Rezipienten erzählt. Zeitweise wird auch das Pronomen „man“ (S.30) verwendet.

Auch die Erzählerfigur verwendet die Stilmittel der rhetorischen Fragen („Hast du […] wohl jemals etwas erlebt…?“ (S.18)), nutzt Gedankenstriche, hebt bestimmte Begriffe durch Kursivdruck hervor (vgl. S. 22f.), verwendet direkte Rede für zeitdeckendes Erzählen und ebenfal...

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