La Regnie

La Regnie ist der Präsident der Chambre ardente (S. 12) in der Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ von E. T. A. Hoffmann. Die Chambre ardente wurde von König Ludwig XIV ins Leben gerufen als ein besonderer Gerichtshof, dessen Aufgabe die Verfolgung und Verurteilung der Giftmörder und Juwelendiebe im Paris des 17. Jahrhunderts ist.

Man erfährt nichts über la Regnies Familienstand oder sein Aussehen. Nur seine Mimik wird beschrieben: Mit einem „giftigen Lächeln“ (S. 39), das er manchmal zeigt, wirkt la Regnie noch unsympathischer, als er ohnehin durch sein Handeln schon ist.

Beruflich ist la Regnie zunächst nicht sonderlich erfolgreich. Er steht im Schatten des cleveren Polizeibeamten Desgrais (S. 11). Das macht ihm zu schaffen, denn er ist neidisch auf Desgrais‘ hohes Ansehen (S. 12). Deswegen wird er in seinem beruflichen Handeln immer extremer und führt die Chambre ardente mit eiserner Hand. Eine seiner hervorstechenden Eigenschaften ist Hartherzigkeit (S. 64). Unter seiner Leitung werden zahlreiche Menschen hingerichtet, und der kleinste Verdacht reicht ihm dazu aus, eine Person einzusperren. Ein faires, gründliches Verfahren können die Angeklagten nicht erwarten. Unter la Regnies Herrschaft werden auch Unschuldige verurteilt.

Er ist eine Person, die aufgrund von mangelndem Selbstwert ihre Macht grausam missbraucht.

Beim Volk ...

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