Interpretation

Unsere ausführliche Interpretation Erich Kästners Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten (1931) beleuchtet das Werk aus vielen verschiedenen Perspektiven heraus. Zunächst wird Berlin anno 1930 porträtiert. Berlin stellt für Fabian die Stadt der Ausschweifungen und der Liebe, der Enttäuschungen und des Scheiterns dar, aber für viele andere Menschen sie ist nur die Stadt der Arbeitslosigkeit, der Not und der Armut. Die sozialen Unruhen, die schiefen Existenzen und das Nachtleben der Großstadt werden anschließend geschildert. Danach wird Fabians Ziel- und Orientierungslosigkeit eingehend erläutert.

Schon im Titel der Erzählung wird vermerkt, dass der Protagonist ein Moralist ist. Nach einer einführenden Erklärung, was genau darunter verstanden wird und mit welchen Themenbereichen sich die Moralistik auseinandersetzt, werden ihre Konzepte im Erzähltext nachgewiesen. Der Hauptprotagonist steht mit seinen Überzeugungen einer unmoralisch agierenden Gesellschaft gegenüber, deren fehlende Moralität sich in allen Lebensbereichen verdeutlicht. Stellvertretend dafür wird eine Episode näher betrachtet, in der Fabian die fragwürdigen Arbeitsmethoden einer Zeitung kennenlernt.

Ein weiteres zentrales Thema des Romans wie auch der Neuen Sachlichkeit ist die Veränderung der Rolle der Frau und ihres Selbstverständnisses. Daher wird eingehend auf die verschiedenen weiblichen Personen der Erzählung und ihren Lebenswandel eingegangen. Dabei wird zwischen dem selbstbestimmten Verhalten der Frauen in der Großstadt und dem angepassten und traditionellen Verhalten der Frauen in Dresden unterschieden. Dann geht unsere gründliche Interpretation auf Fabians politische Ansichten und sein Scheitern als moralisch handelnder Mensch in einer unmoralischen Gesellschaft ein. Sein Tod ist die logische Konsequenz seines Lebensentwurfs, der nicht mit seiner Umwelt harmoniert.

Die Satire, die Erich Kästner als Mittel in der Erzählung einsetzt, um unter anderem die zeitgenössischen politischen und gesellschaftlichen Missstände zu skizzieren, wird beleuchtet. Abschließend wird die Gesellschaftskritik im Werk, welche die Rolle der Presse und der Technik und eine Antikriegshaltung umfasst, unter die Lupe genommen.…

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen