Rezension

Die Erzählung „Abschied von Sidonie“ des Schriftstellers Erich Hackl weist am Beispiel des historisch belegten Einzelschicksals von Sidonie Adlersburg auf ein allgemeines Verbrechen hin: Den Massenmord an den Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. Hackl hat auf Grundlage jahrelanger Recherchen zu den historischen Ereignissen sowie der Befragung von Zeitzeugen eine literarisch anspruchsvolle und gleichzeitig originalgetreue Erzählung verfasst.

Die Geschichte beschreibt den kurzen Lebensweg Sidonies, eines Roma-Mädchens aus Österreich. Im Jahr 1933 wird sie von ihrer Mutter vor dem Krankenhaus in Steyr ausgesetzt. Da ihre leibliche Mutter von den Behörden zunächst nicht ermittelt werden kann, wird Sidonie von der Familie Breirather als Pflegekind aufgenommen. Dort wächst sie mit ihren beiden Stiefgeschwistern Manfred und Hilde auf.

Die Zieheltern Hans und Josefa Breirather kümmern sich liebevoll um Sidonie, die immer wieder rassistischen Diskriminierungen durch Nachbarn oder Schulkameraden ausgesetzt ist. Parallel zu Sidonies Lebensweg beschreibt der Autor das Erstarken des Nationalsozialismus in Österreich bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Nachdem die Behörden Sidonies leibliche Mutter ausfindig gemacht haben, muss das Mädchen die Familie Breirather verlassen. Im Jahr 1943 wird sie in das Familiensammellager nach  Hopfgarten gebracht und dort ihrer leiblichen Mutter übergeben. Von dort wird Sidonie zusammen mit ihrer Familie in das KZ-Auschwitz deportiert, wo ...

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