Frau Grimm

Die abweisende Mitläuferin

Cäcilia Grimm arbeitet als Fürsorgerin für das Steyrer Jugendamt. Dort ist Käthe Korn ihre direkte Vorgesetzte. Frau Grimm ist mit einem Lehrer verlobt (ebd.) und wohnt in einem einstöckigen grauen Haus neben der Post in Sierninghofen (S. 84). Ihr Äußeres wird nicht beschrieben.

Frau Grimm ist für den Fall Sidonie zuständig. Daher macht sie zwei Mal im Jahr einen Pflegebesuch bei den Breirathers, um sich über Sidonies Entwicklung zu informieren (S. 68). Bislang gab es nichts zu beanstanden (ebd.). Kurz bevor die Pflegemutter Josefa die Anweisung von Frau Korn erhält, Sidonie der leiblichen Mutter zurückzugeben (S. 83), bekommt sie am Dreikönigstag Besuch von Frau Grimm (S. 82).

Diesmal fällt das Urteil über Sidonie nicht so positiv aus: Frau Grimm bemängelt deren „mangelnden Schulerfolg“ (S. 83) sowie ihre „Neigung, den Pflegeeltern durch Liebesbeweise zu schmeicheln“ (ebd.). Die Verhaltensänderung der Fürsorgerin deutet darauf hin, dass sie die Anordnung Korns bereits kennt, welche Josefa am 09. März 1943 erhalten wird (S. 82).

Ebenso wie ihre Vorgesetzte ist auch Frau Grimm Josefa gegenüber nicht ehrlich. Sie sagt der Pflegemutter nichts von Korns Anordnung und ignoriert Josefas offensichtliche Angst vor einer schlimmen Nachricht (S. 82). Nachdem Jo...

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