Analyse

In seiner Dokumentarerzählung Abschied von Sidonie beleuchtet der österreichische Schriftsteller Erich Hackl mit der Beschreibung des Holocausts an den Sinti und Roma ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welches im Gegensatz zur Judenverfolgung weit weniger bekannt ist. Auf diese Weise bietet das Buch eine gute Gelegenheit, sich mit dem widerlichen Völkermord an den sogenannten „Zigeunern“ in Österreich zu beschäftigen und mehr über diesen in Erfahrung zu bringen.

Die Analyse der Erzählung beginnt mit der eingehenden Beschreibung ihres Aufbaus und Inhalts. Dabei wird herausgearbeitet, welche Funktion die streng chronologisch angeordneten Kapitel für den Aufbau der Handlung besitzen. Dem Leser wird deutlich gemacht, wie der Autor die historischen Ereignisse mit den menschlichen Einzelschicksalen verbindet und im Text gestaltet. An verschiedenen Stellen werden Originaldokumente aus der Vergangenheit so in den Textfluss eingebaut, dass sie als Teil der Erzählung fungieren.

Anschließend werden die Handlungsorte und Zeit näher beschrieben. Das besondere Phänomen der Zeitraffung wird untersucht. Außerdem beschäftigt sich die Analyse mit der Erzählperspektive, welcher der Autor Erich Hackl durch eine Besonderheit seine persönliche Färbung verliehen hat. Der Schreibstil der Erzählung wird gründlich erläutert. Dann wird die Sprache untersucht. Dabei ist die Sprache der historischen Epoche entnommen, in der die Handlung spielt. Aus diesem Grund enthält das Kapitel Analyse zum besseren Verständnis auch eine Sammlung veralteter und/oder österreichischer Begriffe sowie deren Erläuterung.