Eric-Emmanuel Schmitt

Der Romancier, Dramatiker und Filmregisseur Eric-Emmanuel Schmitt wird am 28. März 1960 im Ort Sainte-Foy-lès-Lyon in der Nähe der südfranzösischen Großstadt Lyon geboren. Seine Eltern sind beide Sportslehrer und aktive Sportler. Schon in sehr jungen Jahren ist Eric-Emmanuel an Literatur und Theater interessiert und möchte Bühnenautor werden. Im Alter von sechzehn Jahren verfasst er ein kleines Theaterstück, eine Satire über „Sexualerziehung“, welches das Schultheater an seinem Gymnasium aufführt. 

Der Autor lernt in Lyon am Konservatorium, Klavier zu spielen. Nach seinem Abitur studiert er von 1980 bis 1985 Philosophie an der École Normale supérieure in Paris. 1986 legt er seine Doktorarbeit zum Thema "Diderot und die Philosophie der Verführung" vor. Er übt danach über mehrere Jahre hinweg bis 1994 den Lehrberuf im Fach Philosophie aus, bevor er als freier Schriftsteller tätig wird.

Eric-Emmanuel Schmitt beginnt 1991 seine Karriere als Bühnenautor mit dem Theaterstück La Nuit de Valognes. Mit seinem nächsten Stück Le visiteur (1993) gelingt ihm sein Durchbruch. Er verfasst in den nächsten Jahren mehrere Werke und unter anderen Golden Joe (1995), L'École du diable (1996), Enigma (1996) oder Le Libertin (1997), bevor er 1999 Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran als theatralischen Monolog inszeniert. 

Der Dramatiker veröffentlicht in den kommenden Jahren zahlreiche Romane und Drehbücher für Film und Fernsehen. Er befasst sich häufig in seinen Werken mit berühmten historischen und mythischen Figuren, wie Freud, Don Juan, Christus, Mozart oder Hitler, die es ihm erlauben, philosophische und psychologische Fragen in Bezug auf das menschliche Dasein zu stellen. Seine Erzählungen, in denen die Weltreligionen und universelle Themen, wie Kindheit, Religion, Spiritualität, Reisen, Liebe und Glück, eine zentrale Rolle spielen, sind gut strukturiert und durch eine einfache und verständliche Sprache charakterisiert und werden deshalb häufig als Schullektüre verwendet.

Eric-Emmanuel Schmitt widmet sich neben dem Schreiben auch der Musik. Seit 2008 besitzt er neben der französischen auch die belgische Staatsbürgerschaft und lebt zurzeit hauptsächlich in Brüssel. Der Bestsellerautor erhält über die Jahre hinweg viele Preise und Ehrungen. Er erhält zum Beispiel 2001 für sein Gesamtwerk den Grand Prix du Théâtre der Académie Française und ist seit 2016 Mitglied der Jury des berühmten Académie Goncourt. Mehrere seiner Erzählungen, so wie Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (2001), Oskar und die Dame in Rosa (2002) oder Odette Toulemonde (2006), sind verfilmt worden. Seine Bücher sind bereits in 40 Sprachen übersetzt, über 10 Millionen Mal verkauft worden. 

 

Werke (Auswahl):

Theaterstücke:

La Nuit de Valognes (1991)

Le Visiteur (1993)

Golden Joe (1995)

L'École du diable (1996)

Enigma (1996)

Le Libertin (1997)

Frédérick ou le boulevard du crime (1998)

Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (1999)

Hôtel des deux mondes (1999)

Mille et un jours (2000)

Oscar et la dame rose, (2002)

La Nuit des olivier (2004)

Ma vie avec Mozart (2005)

Si on recommençait (2014)
 

Prosaerzählungen:

Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, 2001)

La Part de l'autre (Adolf H. Zwei Leben, 2001). 

Ma vie avec Mozart (Mein Leben mit Mozart, 2005)

Odette Toulemonde et autres histoires (Odette Toulemonde und andere Geschichten, 2006)

Le sumo qui ne pouvait pas grossir (Vom Sumo, der nicht dick werden konnte, 2009)

La rêveuse d'Ostende (Die Träumerin von Ostende, 2007)

Ulysse from Bagdad (Odysseus aus Bagdad, 2008)

La femme au miroir (Die Frau im Spiegel, 2011)
 

Verfilmungen:

Le Libertin (Liebeslust und Freiheit, 2000)

Aurélien (Die Unbekannte aus der Seine, 2003)

Liaisons dangereuses (Gefährliche Liebschaften, 2003) 

Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran: (Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran , 2003)

Enigma – Eine uneingestandene Liebe (2005) 

Odette Toulemonde (2007)

Oscar et la dame rose (Oskar und die Dame in Rosa, 2009)

Eric-Emmanuel Schmitt