Kittelhaus

Die Freundschaft mit Dreißiger

Kittelhaus ist als evangelischer Pastor in Peterswaldau tätig. Sein kirchliches Amt übt er bereits seit 30 Jahren aus (vgl. S. 72). Viele Ortsbewohner kennt der betagte Pastor schon seit ihrer Kindheit und Jugend, so u.a. auch den Reservisten Moritz Jäger, den er einst taufte und als Seelsorger betreute (vgl. S. 80). 

Da die Weber stark vom christlichen Glauben geprägt sind, genießt Kittelhaus unter ihnen eine große amtliche Autorität. Sehr fragwürdig ist jedoch die Tatsache, dass sich Kirchenvertreter wie er an der Frömmigkeit der armen Leute bereichern, indem sie ihnen den letzten Groschen für pastorale Amtshandlungen aus der Tasche ziehen (vgl. S. 51/52).

Äußerlich ist der als „kleines, freundliches Männchen“ (S. 71) beschriebene Kittelhaus eher unscheinbar. Selbiges gilt auch für seine Gattin, die „mehr einer alten Jungfer als einer Frau“ (S. 75) ähnelt. Damit steht der unauffällige Pastor im Kontrast zu seinem Freund und Vertrauten, dem einflussreichen Textilfabrikanten Dreißiger.

Die beiden Männer verbindet vor allem die gemeinsame Leidenschaft für irdische Genüsse, wie das Zigarrenrauchen und das Kartenspielen. Überdies ist Kittelhaus der einzige Mensch, dem Dreißiger Respekt und Anerkennung zollt und dem er auf Augenhöhe begegnet...

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