Die Weber

Gerhart Hauptmanns Sozialdrama in fünf Akten "Die Weber" (1892) schildert das individuelle Schicksal „kleiner Leute“. Das Werk berichtet von der Elend, von der Armut, von der Verzweiflung der schlesischen Weberfamilien, die in 1844 gegen die reichen Fabrikanten, welche sie massiv ausbeuten, rebellieren. Das naturalistische Stück begründet den Weltruhm des Autors und gleichzeitig löst es die Empörung der Machthabenden aus. Der Kaiser Wilhelm II. selbst verlässt während der Aufführung das Theater und kündigt aus Protest seine Loge im Deutschen Theater. 

Unsere Lektürehilfe enthält zunächst eine gründliche Zusammenfassung der Akte, welche einen Überblick über den Aufbau und den Handlungsverlauf des Stückes vermittelt. Sie wird durch eine Inhaltsangabe und eine kurze Zusammenfassung ergänzt, welche knapp, sachlich und genau über den Inhalt des Werks berichten. Anschließend zeichnen unsere ausführlichen Charakterisierungen der dreizehn wichtigsten Figuren der Erzählung ein breites Panoramabild der ungerechten Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts im schlesischen Weberdorf Peterswaldau. Eine Figurenkonstellation veranschaulicht in Grafikform die Beziehung der Figuren zueinander und untereinander und ihre Rolle in der Erzählung.

Das Kapitel Epoche befasst sich zunächst mit der Entstehung des Werkes sowie mit den autobiografischen Bezügen, welche insbesondere die schlesische Herkunft des Autors betreffen. Anschließend wird ein Bild der politischen und sozialen Situation im Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts gezeichnet.  Der Aufstand der schlesischen Weber 1844 wird geschildert, bevor die Merkmale des Naturalismus im Werk sowie seine Rezeption und Kritik ausführlich erläutert werden.

Unsere umfassende Analyse befasst sich mit den unterschiedlichen wichtigen Bauelementen der Erzählung: Orte und Räume, Zeit, Aufbau, Sprache, Stil, Stilmittel, und Regieanweisungen. Es wird des Weiteren die Frage erörtert, ob Die Weber stärker durch eine epische oder durch eine dramatische Erzählweise gekennzeichnet sind. Das Weberlied, das als Leitmotiv das gesamte Drama durchzieht, wird zuletzt gedeutet.

Unsere eingehende Interpretation widmet sich der Herausarbeitung und Deutung der zentralen Themen und Aussagen des Stückes. Zunächst werden die Motive des historischen Weberaufstands, wie die Forderung nach Lohnerhöhung und sozialer Anerkennung, untersucht. Es folgen eine Beschreibung des Verhaltens des Autors in Bezug auf den Naturalismus und eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob es sich bei den »Webern« um ein sozialistisches Drama handelt. Das Drama wird dann als soziales Drama und Sozialstudie betrachtet und das Verhältnis zwischen Webern und Nichtwebern beleuchtet, bevor die Gesellschaftskritik des Werks untersucht wird. Das Dokument endet mit einer Deutung des Dramenschlusses unter Berücksichtigung verschiedener Interpretationsansätze.

Referenzbuch: Reclam 2017                        

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