Zeitgenössischer Hintergrund

Aufbruch und Freiheit

Die expressionistische Lyrik wird zeitlich zwischen den Jahren 1905 und 1924 verortet. Damit entsteht diese Kunstform in einer historischen Phase, die auf große politische Umbrüche, Kriege und Revolutionen folgt, selbst jedoch bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs durch die Ruhe des Friedens und den wirtschaftlichen Aufschwung geprägt ist. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielt in der Betrachtung dieser lyrischen Form eine wesentliche Rolle, er markiert den Bruch im Selbstverständnis und Weltverständnis der expressionistischen Avantgarde.

Resultierend aus den vorangegangenen Stilrichtungen, wie Impressionismus, Naturalismus und Jugendstil, können die expressionistischen Dichter auf deren Gedankengut zurückgreifen, es jedoch weiterdenken und neu denken. Unter dem Vorwurf an die Naturalisten, sich der Wirklichkeit zu entziehen, streben sie eine direkte Konfrontation mit diesen an. Ihre Dichtung ist damit konsequent diesseitig, wirklichkeitsnah und auf die soziale Realität der Industriegesellschaft ausgerichtet.

Formal lehnen sich die Dichter des Expressionismus ebenso an den Jugendstil, den Symbolismus sowie die Décadence an, wollen jedoch gleichzeitig Neues schaffen, zu neuen Ufern aufbrechen. Es geht nicht um die genaue Wiedergabe der Realität, sondern um die Freiheit der Kunst in ihrem Ausdruck. Das Ich des Autor...

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