Verbreitung und Anthologien

Verbreitung der expressionistischen Lyrik

Obwohl es keine einheitliche Gruppe der expressionistischen Lyriker gibt und viele Dichter, wie Heym, Benn oder Trakl, eher Einzelgänger sind, finden ihre Werke seit 1910 rasant Verbreitung. Bereits zuvor gibt einzelne literarische Zusammenschlüsse, wie den „Neue[n] Club“, 1909 von Kurt Hiller gegründet, in denen die Dichter ihre Werke einem kleinen Kreis vortragen können. 

Seit 1910 werden zahlreiche neue literarische Zeitschriften herausgegeben, die den Lyrikern eine Öffentlichkeit für ihre Werke bieten: „Die Aktion“, herausgegeben von Herwarth Walden, und „Der Sturm“ von Franz Pfemfert sind die bekanntesten Zeitschriften, die sich programmatisch der expressionistischen Kunst verschreiben. Daneben gibt es Anthologien, wie der „Kondor“ von Kurt Hiller (1912) oder die bekannte „Menschheitsdämmerung“ von Kurt Pinthus (1919), welche die Etablierung der expressionistischen Lyrik weit vorantreiben.

„Menschheitsdämmerung“

Prägend für die Bestimmung der expressionistischen Lyrik sind vor allem die Anthologien, die zwischen 1913 und 1920 vielfach publiziert werden. Am...

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