Charakterisierung

Die Figuren in Borcherts Kurzgeschichten stehen häufig prototypisch für die Bevölkerung Deutschlands in der Nachkriegszeit. Aus diesem Grund wird nichts über ihre Vergangenheit oder Identität berichtet. Auch in der Erzählung „Die Küchenuhr“ bleiben alle Personen namenlos.

Der Protagonist der Kurzgeschichte ist ein zwanzigjähriger Mann. Er zeichnet sich durch widersprüchliche Eigenschaften aus: Er hat ein „altes“ Gesicht und eine jugendliche Gangart. Dieser Gegensatz verweist auf den großen Verlust hin, den er erleiden musste. Denn der junge Mann hat durch einen Bombenangriff auf sein Haus alles verloren: Das Zuhause, den Besitz, die Familie. Das Einzige, was ihm geblieben ist, ist eine Küchenuhr, die er in den Trümmern ausfindig machen konnte und die um halb drei stehengeblieben ist. 

Der junge Mann setzt sich zu anderen Menschen auf eine Bank und berichtet ihnen zurückhaltend von seinem Verlust. Es entwickelt sich einerseits der Eindruck, dass er nicht aufdringlich sein möchte, doch andererseits wirkt ...

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