Historischer Hintergrund

Die Erweiterung des Deutschen Reichs nach Osten

Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler (1933-45) hatte bereits in den beiden Bänden seiner Programmschrift „Mein Kampf“ (1925- 1926) seine Absicht erklärt, zahlreiche Länder und Gebiete in das Deutsche Reich einzugliedern. Der nationalsozialistischen Ideologie zufolge sollte der gesamte europäische Kontinent nach territorialen und völkischen Gesichtspunkten neu geordnet werden. 

Bereits in der Niederschrift des ersten Bandes von „Mein Kampf“ (1925) hatte Adolf Hitler den „Anschluss“ Österreichs 1938 an das Deutsche Reich als oberstes Ziel fixiert. Hitler betrachtete Österreich auch als Sprungbrett in Richtung Osten und als eine Möglichkeit, den ganzen Donau- und Balkanraum zu kontrollieren. Er plante, zunächst die mitteleuropäischen Länder Österreich, Tschechoslowakei und Westpolen dem Deutschen Reich anzugliedern, später wollte er (1940/41) sogar ein „Großgermanisches Reich“ unter Eingliederung von Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Belgien verwirklichen. 

Mit Beginn des 2. Weltkriegs begann Hitler, seinen Eroberungsfeldzug in die Tat umzusetzen: Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und besetzte das Land. Wenige Wochen später marschierte auch die sowjetische Armee nach Polen ein und beide Mächte teilten zunächst in einem Deutsch-Sowjetischen Freundschaftsvertrag das Land unter sich auf: Dabei kam Westpolen unter deutsche Besatzungsherrschaft. Als die Nationalsozialisten am 22. Juni 1941 Russland überfielen, wurde das gesamte polnische Territorium von der Deutschen Wehrmacht besetzt. 

Vertreibung und Flucht

Im Mai 19...

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