Beziehung Franz und seine Mutter

Der fürsorgliche Sohn

Franz verhält sich allgemein vertrauten Personen gegenüber sehr fürsorglich und beobachtet sie aufmerksam. Zu seiner Mutter hat er eine liebevolle und rücksichtsvolle Verbindung. Nachdem seine Mutter beispielsweise vor seiner Abreise nach Wien den Wunsch geäußert hatte, Franz möge ihr wöchentlich eine Ansichtskarte schreiben (S. 33), sucht Franz „Jeden Freitagnachmittag“ in der Trafik eine passende Karte aus (S. 34). 

Der Jugendliche weiß, dass seine Mutter ihn sehr vermisst, und möchte nicht, dass sie traurig ist. Aus diesem Grund versucht der aufmerksame Sohn, ihr mit einem farbenfrohen Motiv aus der Natur eine Freude zu machen: „Fast immer entschied er sich für eine Karte mit Park oder Beet oder wenigstens mit Blumentöpfen vor den Fenstern der abgebildeten Häuser. Das Grünzeug und die Farben könnten die Mutter in einsamen Regenstunden vielleicht ein bisschen aufheitern“ (S. 34). 

Außerdem möchte Franz verhindern, dass seine Mutter sich zu viele Sorgen macht. Der Jugendliche verschweigt ihr daher später die Verhaftung Otto Trsnjeks durch die Gestapo (S. 164) und berichtet seiner Mutter in seinem ersten Brief, der Trafikant sei „krank geworden. Nicht schlimm, aber immerhin.“ (S. 164). 

Nachdem Franz einige Wochen später durch ein Schreiben der Gestapo erfahren hat, dass Otto Trsnjek tot ist, schreibt er seiner Mutter einen zweiten Brief. Dort teilt er ihr den Tod ihres Freundes zwar mit, geht aber nicht auf die näheren Umstände ein. Stattdessen bes...

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