Beziehung Frank und Anezka

Die erste Begegnung

Der 17-jährige Franz sehnt sich schon lange nach einer Liebesbeziehung, denn er hat bisher noch keine sexuellen Erfahrungen gesammelt (S. 44). Nachdem er von seinem Freud Sigmund Freud dazu ermuntert wurde, sich ein Mädchen zu suchen (S. 43ff.), setzt Franz seinen Wunsch ganz pragmatisch in die Tat um: „Na also gut, dachte Franz, wenn das so ist, wird man die Sache jetzt eben angehen müssen!“ (S. 47).

Franz besucht „Schon am nächsten Samstag“ (S. 47), gut angezogen, den Wiener Prater. Als er in der Schiffschaukel die Böhmin Anezka entdeckt, ist er sofort von ihrer Schönheit überwältigt: „Es war das schönste Gesicht, das Franz (…) je in seinem Leben gesehen hatte.“ (S. 51). Nachdem die junge Frau aus dem Karussell ausgestiegen ist, spricht der Jugendliche sie mutig und resolut an: „Guten Tag, ich heiße Franz Huchel, komme ursprünglich aus dem Salzkammergut und möchte mit Ihnen Riesenrad fahren!“ (S. 51f.).

Die 20-jährige Böhmin ist von der Förmlichkeit des jungen Manns überrascht und betrachtet ihm „eine Weile wie eine Zoobesucherin ein vom Aussterben bedrohtes Tier“ (S. 52). Dann teilt sie dem Jugendlichen mit, sie wolle lieber schießen, woraufhin die jungen Leute sich bis spät in die Nacht auf dem Jahrmarkt amüsieren (S. 57). Aber nachdem die beiden in einem Gasthaus getanzt und getrunken haben, verschwindet die junge Frau nach einem Toilettenbesuch spurlos und ohne Abschied.

Verzweifelt sucht der Jugendliche eine halbe Stunde lang vergeblich nach der Böhmin: „Mehrmals war er die Tischreihen abgegangen, hatte jeden einzelnen Kellner nach ihr gefragt, sie drinnen in den leeren Gasträumen gesucht und sogar unter dem empörten Gekreische der Besucherinnen die Damentoilette betreten. Doch das böhmische Mädchen war weg.“ (S. 59).

Franz‘ große Liebe

Franz hat sich bereits an ihrem ersten gemeinsamen Abend ernsthaft in das böhmische Mädchen verliebt (S. 68, 73...

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