Rezeption, Kritik und Verfilmung

Literaturkritik

Seethalers Roman wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 2012 von den Kritikern größtenteils positiv aufgenommen. Besonders die anschauliche Sprache sowie der leichte Erzählstil fanden viel Lob. So schreibt Der Spiegel im Januar 2013, dass Seethaler das Kunststück gelungen sei, trotz der zeitgeschichtlich belastenden Ereignisse in der Geschichte „seine Leser nach der Lektüre des Romans beschwingt zurückzulassen.“[1]

Andreas Platthaus wiederum lobt in der Online-Ausgabe der FAZ die realitätsnahe Umsetzung der Ereignisse: „Diese unerklärliche Leichtigkeit des Schreibens ist so wohltuend (…) Der Roman beschönigt nichts: es gibt keine Rettung aus dem Wiener Totentanz des Jahres 1938. (…) Menschen mit festen Überzeugungen kommen um im ‚Trafikant‘.[2]

Im Gegensatz dazu wurde Seethalers Darstellung der historischen Person Sigmund Freud von einigen Rezensenten kritisiert. Andreas Tiefenbacher schreibt in der österreichischen Online-Ausgabe der Presse (diepresse.com), mit der Darstellung Freuds werde zu leichtfertig umgegangen und sein Charakter erscheine harmlos und nichtssagend. „Es gibt eine Reihe von ihm in den Mund gelegten, pauschalierend daherkommenden Äußerungen (wie zum Beispiel, dass man Frauen behandeln soll wie Zigarren, denn, wenn man zu fest an ihnen zieht, verweigern sie den Genuss‘ …“ [3]

Manfred Pabst beurteilt speziell die fiktiven Dialoge zwischen Franz und Freud als zu künstlich und unrealistisch: „In ihrer Saloppheit wirken die Dialoge indes ein wenig aufgesetzt. Dass Freud ausgerechnet gegenüber einem Kioskgehilfen e...

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