Kurze Zusammenfassung

Ludwig Tiecks Erzählung „Der blonde Eckbert“ (1797) erzählt die Geschichte des Ritters Eckbert und seiner Ehefrau Bertha, die im Mittelalter ein einsames, friedliches und kinderloses Leben in einer von Ringmauern umgebenen Burg im Harz führen. Um seinen einzigen Freund, Philipp Walther, noch enger an sich zu binden, bittet Eckbert seine Frau eines Herbstabends, die seltsame Geschichte ihrer Kindheit und Jugend zu offenbaren.

Aufgewachsen in ärmlichen und lieblosen Verhältnissen, verlässt die unbeholfene Bertha im Alter von acht Jahren ihr Elternhaus, nachdem sie von ihrem Vater geschlagen und bedroht worden ist. Mehrere Tage lang flüchtet sie durch Wälder, Gebirge und eine trostlose Klippenlandschaft. An einem Wasserfall trifft sie schließlich auf eine mysteriöse alte Frau, die ihr etwas zu Essen gibt und sie bei sich aufnimmt. Die Alte lebt in einer kleinen Hütte gemeinsam mit einem Hund und einem wunderschönen Vogel, der wiederholt ein wunderbares Lied von der Waldeinsamkeit singt.

Bertha hilft der Frau gewissenhaft im Haushalt und ist mit ihrem Leben glücklich und zufrieden. Auch die Alte freut sich, lobt sie und betrachtet sie als ihre Tochter. Nachdem das Mädchen mehr und mehr ihr Zutrauen gewonnen hat, verrät sie ihm, dass der schöne Vogel jeden Tag ein Ei mit Perlen und Edelsteinen legt. Während die alte Frau oft längere Zeit unterwegs ist, übernimmt Bertha die Verantwortung für den Haushalt und die Tiere, und zwar samt den wertvollen Eiern, die sie sorgsam bewahren und bewachen soll. Das Mädchen lernt zu lesen und träumt oft von schönen Rittern, Reichtum und Liebe. 

Nach einigen sorglosen Jahren wird Bertha von ihrer ...

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