Isolation und Einsamkeit

In Tiecks „Der blonde Eckbert“ spielt der Themenkomplex Isolation und Einsamkeit eine entscheidende Rolle, zumal insbesondere die beiden Protagonisten Eckbert und Bertha als einsame Figuren charakterisiert werden. Berthas und Eckberts Leiden an ihrer Einsamkeit in derrealen Welt steht die positiv besetzte Abgeschiedenheit der märchenhaften „Waldeinsamkeit“ gegenüber.

Die reale Welt

Bertha

Berthas Einsamkeit in ihrer Kindheit wird sehr eindrücklich und detailliert geschildert: „Die ganze Nacht hindurch weint ich herzlich, ich fühlte mich so außerordentlich verlassen […]. Ich war der Verzweiflung nahe“ (S. 6).

Auch während Berthas Flucht von Zuhause wird immer wieder ihre Angst angesichts ihrer Isolation betont: „[I]ch erriet nun, dass ich mich wohl in dem benachbarten Gebirge befinden müsse, worüber ich anfing mich in der Einsamkeit zu fürchten. […] meine Angst trieb mich vorwärts; oft sah ich mich erschrocken um, wenn der Wind über mir durch die Bäume fuhr […]. Ich war ganz trostlos, ich weinte und schrie […]“ (S. 6 f.).

Nach ihrer Rückkehr aus der Märchenwelt wird ihre Verlassenheit durch die Ehe mit Eckbert ein wenig abgemildert, wenngleich das Paar auch weiterhin ein sehr abgeschiedenes Leben führt. Diese Abgeschiedenheit wird durch ihre Kinderlosigkeit (vgl. S. 3) noch weiter ve...

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