Entstehung und autobiografische Bezüge

Auf Wunsch seines Vaters, eines Berliner Seilermeisters, schreibt sich der neunzehnjährige Ludwig Tieck Ostern 1792 in Halle offiziell als Theologiestudent ein. Sein Interesse am Fach ist eher gering, lieber unternimmt er intensive Wanderungen in die Natur, wie im Juli desselben Jahres, als Tieck durch den Harz wandert und dabei Impressionen sammelt, die später in den „blonden Eckbert“ einfließen (s.u.). Im November 1792 wechselt der naturverbundene Student an die Universität Göttingen. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Wackenroder nimmt er im Frühjahr 1793 einen erneuten Studienortwechsel nach Erlangen vor. Doch statt zu lernen, unternimmt er mit ihm eine Reise durch Süddeutschland, wo er die Abgeschiedenheit der Wälder kennenlernt.

Tieck kehrt im Oktober 1793 wieder nach Göttingen zurück und bricht sein Studium bereits 1794 endgültig ab. Anschließend zieht er in seine Heimatstadt Berlin zurück und lebt mit seiner Schwester und seinem Bruder in einer Wohngemeinschaft. In den nächsten Jahren wird Tieck in der Romanfabrik des Verlegers Friedrich Nicolai als freier Schriftsteller beschäftigt. So gelangen seine eigenen Schriften erstmals an die Öffentlichkeit.

Die Märchennovelle „Der blonde Eckbert“ wird im Jahr 1796 von dem 23-jährigen Ludwig Tieck verfasst und zählt...

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