Epoche

Kaum ein anderes Werk hat im Hinblick auf seine gattungstheoretische Zuordnung derart kontroverse Debatten ausgelöst wie Tiecks „Der blonde Eckbert“ (1797). Diese Uneinigkeit resultiert aus dem Bestreben der romantischen Dichtung, eine „progressive Universalpoesie“ zu sein und damit klare Gattungs- und Genregrenzen zu überwinden, was zahlreiche Mischformen zur Folge hatte. Dies trifft insbesondere auf „Der blonde Eckbert“ zu, der – je nach dem Interpretationsansatz – als Kunstmärchen, Novelle, Märchennovelle oder auch fantastische Novelle identifiziert wird. Ludwig Tieck selbst hat den „blonden Eckbert“ als „Märchennovelle“ klassifiziert – und tatsächlich trägt der Text Merkmale des Märchens sowie der Novelle in sich.

Unser ausführliches Dokument Epoche arbeitet die wichtigsten literaturtheoretischen und historischen Hintergründe heraus, um zu einem besseren Verständnis des Werkes beizutragen. Zunächst werden neben der Entstehungsgeschichte auch die autobiografischen Bezüge sowie die ihr zugrundeliegenden Quellen näher beleuchtet. Zudem wird die Wirkung des „blonden Eckbert“ in der Öffentlichkeit diskutiert und untersucht, wie das Werk im Laufe der Zeit wahrgenommen und bewertet wurde.

Anschließend werden weiterführende Informationen über den literaturgeschichtlichen Hintergrund vermittelt, indem Tiecks Erzählung in der literarischen Epoche der Romantik verortet und die Gattungsmerkmale des Volks- und Kunstmärchens sowie der Novelle herausgearbeitet werden. Auf diese Weise wird sichtbar gemacht, an welchen Stellen Tieck auf die formalen und inhaltlichen Aspekte der Romantik zurückgreift, obwohl er aber bereits in diesem frühen Werk Kritik an den Vorstellungen der Romantik geäußert hat. Auch wird ein Vergleich zwischen Tiecks ”Der blonde Eckbert“ und dem Märchen der Brüder Grimm ”Frau Holle“ vorgenommen, aus dem hervorgeht, dass die beiden Geschichten einige Ähnlichkeiten aufweisen.

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