Inhaltsangabe

Der Roman „Das Siebte Kreuz” von Anna Seghers spielt während des Nationalsozialismus im Oktober 1937 in Deutschland, und zwar in der Region Rheinhessen. Jedes der sieben Kapitel der Erzählung schildert einen Tag der Woche nach der Flucht von sieben Häftlingen aus dem KZ Westhofen. Die Geschichte fokussiert sich dabei auf das Schicksal von Georg Heisler, der als Einziger nach einer Woche mithilfe eines holländischen Schiffers ins Ausland fliehen kann. Die sechs anderen Flüchtlinge kommen nach ihrer erneuten Inhaftierung im KZ zu Tode oder sterben auf der Flucht. Die ersten beiden Kapitel des Romans erscheinen 1939 in einer Moskauer Zeitschrift, das gesamte Werk wird erstmalig 1942 in den USA und Mexiko veröffentlicht.

Die Handlung, die aus der Perspektive von vielen verschiedenen Personen erzählt wird, beginnt am Montagmorgen, an dem die sieben Häftlinge aus dem schwer bewachten KZ Westhofen entkommen können. Sofort wird Alarm ausgelöst und mit der Suche nach ihnen begonnen. Der Lagerkommandant Fahrenberg schwört, dass er bis spätestens Ende der Woche alle Entflohenen wiedergefunden haben wird. Er lässt sieben Platanen im Lager kappen, mit Nägeln spicken und an diese ein Querbrett nageln, um die sieben Flüchtlinge nach ihrem Auffinden dort anzubinden und zu foltern. 

Schon eine halbe Stunde nach seinem Ausbruch aus dem KZ wird der erste Flüchtling Albert Beutler gefasst und ins Lager zurückgebracht. Georg Heisler, die Hauptfigur des Romans, kriecht währenddessen durch einen Graben und ein Abwasserrohr unter einer Essigfabrik und kann aus dem nächsten Umkreis des Lagers entkommen. Er verletzt sich an der linken Hand, als er sich vor einer Motorradstreife versteckt. Im Schuppen einer landwirtschaftlichen Schule verbindet er seine Verletzung notdürftig und stiehlt Kleidung und Schuhe. Er gibt sich als Arbeiter einer Maschinenfabrik aus, woraufhin es ihm gelingt, die Wachposten in der Umgebung zu überlisten. Er gelangt in das Dorf Buchenau, das kurz nach seiner Ankunft abgeriegelt wird. 

In seinem Versteck auf einem Bauernhof bekommt Georg mit, dass dort am Montagmittag der zweite Flüchtling Eugen Pelzer gestellt worden wird. Der listige Georg kann dagegen aus dem Dorf entkommen und wird von einem Brauereifahrer in Richtung Frankfurt mitgenommen, wo er seine Freundin Leni aufsuchen und um Hilfe bitten will. Der Fahrer setzt ihn aber vor Mainz ab und Georg gelangt mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Er versteckt sich im Mainzer Dom und verbringt dort die Nacht. 

Am Morgen des Dienstags mischt sich Georg unter die Kirchgänger und lässt seine verletzte Hand bei dem jüdischen Arzt Löwenstein in Mainz versorgen, bevor er seinen Weg zu Fuß in Richtung Frankfurt am Rhein fortsetzt. In der Zwischenzeit wird der dritte Flüchtling, der Trapezkünstler Belloni, in Frankfurt auf dem Dach eines Hotels entdeckt und umstellt. Als man ihm in die Füße schießt und er daher nicht mehr weiter ...

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