Solidarität

Die unterschiedlichen Helfer

Georgs Helfer repräsentieren einen breiten Querschnitt der deutschen Gesellschaft des Jahres 1937 und gehören ganz unterschiedlichen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten an. Bewusst wird er in ganz unterschiedlicher Weise durch die folgenden Personen unterstützt:

  • Franz Marnet: Arbeiter in den Höchster Farbwerken
  • Fritz Helwig: Gärtnerlehrling und Mitglied der Hitlerjugend
  • Fahrer eines Brauereiautos
  • Hermann: Arbeiter in den Griesheimer Eisenbahnwerkstätten
  • Dr. Löwenstein: Arzt für Lungenkrankheiten
  • Pfarrer Seitz: Pfarrer des Mainzer Doms
  • Ausländischer Mann mit Auto
  • Paul Röder: Arbeiter in den Pokorny Stahlwerken
  • Georgs Mutter und zweitältester Bruder: wollen ihn warnen, damit er nicht in die Falle der SA läuft
  • Dr. Kreß (und seine Frau Gerda): Akademiker, früher Arbeiter bei Pokorny, dann bei Cassella sowie Lehrer in einer Arbeiterabendschule
  • Fiedler (und seine Frau Grete): Arbeiter bei Pokorny, Arbeitskollege von Paul Röder
  • Reinhardt: Arbeiter bei Pokorny
  • Junge Frau im Wirtshaus „Zum Engel“: Bedienung
  • Holländischer Schiffer

Hinzu kommen weitere Personen, die ohne ihr Wissen Georg bei seiner Flucht unterstützen, wie die alten Leute „Zimthütchen“ und „Schublädchen“, Frau Binder oder Katharina Grabber sowie Personen, die beispielsweise bei der Beschaffung von Georgs neuen Papieren und deren Überbringung helfen, oder alte Freunde, die Georg zwar erkennen, aber trotz eines hohen Kopfgeldes nicht der Gestapo melden. 

Die kleinen Handlungen

Die engagierte Autorin Anna Seghers wählt mit Georg Heisler als Hauptfigur einen zwar moralisch durchaus fehlbaren (und damit sehr menschlichen) Menschen, der sich aber durch seine unerschütterliche Überzeugung auszeichnet. Er schafft es schließlich, mit der Hilfe von vielen unterschiedlichen Menschen ins Ausland zu fliehen. Seine Helfer nutzen die Gelegenheit, einem Mitmenschen in der Not beizustehen, und leisten damit einen mutigen Einsatz gegen das diktatorische Regime, das Andersdenkende verfolgt. 

Daher bleibt die Grundstimmung des Romans trotz des schlechten Ausgangs für sechs Flüchtlinge und einige ihrer Helfer zuversichtlich und motivierend. K...

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