Himmel und Hölle

Ruhe und Idylle im Gegensatz zu Hektik und Gefahr

Die Erzählung des Romans „Das siebte Kreuz“ wechselt immer wieder zwischen Ereignissen in den ländlichen Gebieten der Taunusregion und Ereignissen in der Nähe der beiden Städte Mainz und Frankfurt hin und her. Anna Seghers sind diese Schauplätze von klein auf bekannt und sehr ans Herzen gewachsen (vgl. dazu Epoche/Entstehung und autobiographische Züge), weshalb sie liebevolle Landschaftsbeschreibungen in den Text einfügt. 

Franz Marnet bedeuten die familiäre Zugehörigkeit und das Leben in dieser malerischen Heimat auf den ländlichen Hügeln des Taunus sehr viel und verleihen seinem Leben einen Sinn: „Das Gefühl überwältigte ihn, dazuzugehören.“ (S. 12). Daher werden das Eintauchen von Franz in die Romanhandlung und die Ereignisse im Tal entsprechend beschrieben: Er bricht am Morgen des Montags von den Hügeln des Taunus und dem dortigen, idyllischen Leben zur Arbeit auf und taucht in den dichten Nebel des Tals ein. Hier erfährt er kurz darauf von seinem Arbeitskollegen Anton Greiner von den ungewöhnlichen Vorkommnissen, die sich in der Nacht zugetragen haben und die sein bisheriges Leben für eine Woche völlig auf den Kopf stellen (S. 12). 

Dem steht das Leben im Tal und im KZ Westhofen gegenüber, besonders die Beschreibung von Georgs Flucht. Obwohl er wie Franz aus dieser Gegend stammt, ist er aufgrund der Inhaftierung dort durch die Nazis nun ein Geächteter, Heimatloser und Verfolgter. ...

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