Anna Seghers Absicht und Vorgehen

Intention und Widmung

Anna Seghers gelingt es, trotz ihrer starken persönlichen Betroffenheit von Antisemitismus und Nationalsozialismus zwischen 1938 und 1939 einen Roman über Deutschland in ihrem Exil in Paris zu schreiben. Das Werk, das erst 1942 veröffentlicht wird, will trotz aller Gefahren den Menschen Hoffnung vermitteln und sie zu aktivem Handeln ermutigen. Die kommunistische Autorin will zudem mit ihrem Roman den starken und unerschütterlichen Zusammenhalt der sozialistischen Arbeitergemeinschaft darstellen. Erst durch den selbstlosen Einsatz vieler Einzelner, die aufgrund von Mitgefühl und Solidarität handeln und trotz Todesangst standhaft bleiben, wird Widerstand möglich.

Die engagierte Autorin widmet das Werk allen „toten und lebendenden Antifaschisten Deutschlands“ (S. 5) und nimmt damit persönliche Stellung zu den politischen Ereignissen dieser Zeit. Ebenso hebt sie mit einer späteren Ergänzung die Zusammenarbeit zwischen deutschen und mexikanischen Schriftstellern, Künstlern und Druckern hervor, die das Erscheinen dieses Werkes möglich macht. Damit formuliert sie bereits vor dem Beginn der Handlung eine klare politische Haltung. Die weitere Geschichte stellt daher vor allem das erfolgreiche Zusammenspiel von mehreren Antifaschisten dar, die der Romanfigur Georg Heisler die Flucht aus dem KZ Westhofen ins Ausland möglich machen. 

Die klare proletarisch-revolutionäre Orientierung der Autorin spiegelt sic...

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