Zillich

Der unfähige und faule Bauer

Der SA-Scharführer Zillich wächst in einer Bauersfamilie auf. Von klein auf verspürt er das Gefühl, dass seine „Riesenkräfte“ im Leben immer „eingezwängt, unberaten, unerlöst, unverwendbar“ (S. 356) sind. Im Ersten Weltkrieg dient Zillich unter dem Leutnant Fahrenberg, der später sein Vorgesetzter im KZ Westhofen wird. Er rettet Leutnant von Kuttwitz das Leben, indem er einem anderen Mann erwürgt (S. 354), und wird selbst kurz vor Ende des Krieges im November 1918 durch einen Schuss schwer verletzt (S. 31). 

Nach dem Krieg, der ihm endlich die Befriedigung verschafft hat, die er vorher nicht finden konnte, kehrt er nach Hause auf seinen „verwahrlosten Hof“ zurück, der aufgrund seines fehlenden Einsatzes und der jahrelangen Abwesenheit voll von „Fliegen und Schimmel“ (S. 353) ist. 

Das dortige Leben im Kreis seiner Familie ist ihm nun noch mehr zuwider als vor dem Krieg und die Ausweglosigkeit der Situation macht ihm Angst: „Da war ihm der Gedanke gekommen, dass das diesmal kein Urlaub war, wo man in Gottes Namen daheim ein paar Nägel einschlug, um dann wieder zurückzufahren, wo es keine Dichtungen gab und keine Nägelchen, sondern dass das jetzt für immer daheim war, unrettbar, unentrinnbar.“ (S. 353). Am selben Abend, als ihm dies bewusst wird, betrinkt er sich in einer Wirtschaft und erwürgt im Streit beinahe einen anderen Gast, der ihn provoziert hat. Nur seine Frau kann es in diesem Moment verhindern, dass die Polizei gerufen wird. 

Da Zillich die Arbeit als Bauer zuwider ist, müssen sich seine Frau und seine beiden ...

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