Franz Marnet

Franz Marnet lebt zu Beginn der Handlung im Oktober 1937 idyllisch auf dem Land bei seinen Verwandten. Der Hof seines Onkels liegt in der Gemeinde Schmiedtheim im vorderen Taunus, nahe bei Frankfurt. Franz ist ein „mittelgroßer, stämmiger Mensch, an die dreißig, mit ruhigen […] fast schläfrigen Zügen“ (S. 11). Die Figuren von Franz und Georg werden gleich zu Beginn der Romanhandlung eingeführt und ihre Handlungsstränge parallel zueinander erzählt.

Der Jugendfreund Georg

Kurz nach dem Ende ihrer Schulzeit im Jahr 1923 lernen sich Georg und Franz auf dem Eschenheimer Fußballplatz flüchtig kennen. Da Franz nicht gut im Fußball ist, macht er sich über begeisterte Fußballer wie Georg gerne lustig. Dieser schießt ihm daraufhin einen Ball in den Bauch, woraufhin Franz den Fußballplatz von nun an meidet (S. 67). 

Vier Jahre später treffen die beiden sich 1927 in einem Jiu-Jitsu Kurs im Fichte-Ferienlager wieder, den Franz als Lehrer leitet. Georg gibt vor, den Kurs nur aus Langeweile zu besuchen, und scheint die damaligen Scherze auf seine Kosten auf dem Fußballplatz noch nicht vergessen zu haben. Seine Versuche, den Kurs gezielt zu stören, schlagen aber fehl und so bleibt er schon nach dem zweiten Mal von selbst weg. 

Im folgenden Winter begegnet Franz Georg im Januar 1928 bei einer Demonstration in Frankfurt wieder. Von nun an verbindet sie ihre gemeinsame politische Überzeugung als sozialistische Kommunisten. Franz lädt ihn zu sich in seine Wohnung in der Hirschgasse ein, um ihm Fotos aus dem Ferienlager des vorangegangenen Jahres zu zeigen, auf denen auch Georg zu sehen ist. 

Auf dem Weg zurück in seine Wohnung kauft Franz für ein gemeinsames Essen Wurst, Käse und Apfelsinen ein, ohne eigentlich genau zu wissen, warum er dies trotz ihrer vorangegangenen Differenzen tut (S. 68). Als Georg das Zimmer von Franz sieht, beneidet er ihn darum, da er „mit einer großen Familie zusammengepfercht“ (S. 69) lebt. Aus Verlegenheit bietet ihm Franz an, zu ihm zu ziehen, und Georg willigt sofort ein. 

Das gemeinsame Leben mit Georg

Für Georg bedeutet der Umzug eine enorme Wende in seinem Leben: Er kann so nicht nur sein belastendes familiäres Umfeld verlassen, das...

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