Ernst der Schäfer

Die Erlebnisse von Ernst, dem Schäfer, werden parallel zur eigentlichen Handlung der entflohenen Männer aus dem KZ Westhofen erzählt. Sie haben scheinbar außer der räumlichen Nähe mit der Flucht der sieben Häftlinge nicht viel zu tun. 

Die Schilderung des einfachen und friedlichen Landlebens auf den Hügeln des Taunus sowie des von Kontinuität geprägten Alltags des Schäfers zeigt einen weiteren Aspekt der sozialen Lebenswirklichkeit im Deutschland des Jahres 1937. Sie steht in deutlichem Kontrast zu dem aggressiven, gewalttätigen und kriegsvorbereitenden Verhalten der Nazis.

Der liebenswerte Frauenheld

Ernst ist „starker junger Mann“ (S. 43), der aus Schmiedtheim stammt. Viele können nicht verstehen, warum er Schäfer geworden ist, statt bei Höchst Farbwerken in Frankfurt zu arbeiten, in denen ihm bereits Arbeit angeboten wurde. Er aber will lieber die Familientradition aufrechterhalten, denn in seiner Familie „ist das Schäferhandwerk erblich seit den Tagen von Wiligis“ (S. 43). 

Ernst ist e...

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