Aldinger

Familienzwist

Der Bauer Aldinger ist der ehemalige Bürgermeister von Unterbuchenbach, einem fiktiven Dorf in der Nähe von Worms. Er ist im KZ Westhofen deshalb inhaftiert, weil ihn der Bürgermeister des Nachbarortes, Peter Wurz, aufgrund eines alten Familienzwists denunziert hat (S. 82).

Der älteste Sohn von Wurz und die jüngste Tochter von Aldinger sind Ende der 1920er Jahre so gut wie verlobt und die Familien planen, mit dieser Hochzeit familiäres Ackerland und Weinberge zusammenzulegen. Doch Aldingers Tochter verliebt sich 1930 in einen jungen Mann, der beim Wertheimer Straßenbau beschäftigt ist und sich klar zum sozialistischen Lager bekennt. Der alte Aldinger lässt sie gewähren, das Paar heiratet und zieht in die Stadt.

Nach Hitlers Machtergreifung taucht der Schwiegersohn von Aldinger im Februar 1933 bei seinen Verwandten in Unterbuchenbach unter, um der „ersten Periode der Verhaftungen und Verfolgungen“ (S. 214) zu entkommen. Auf Drängen seiner Söhne zeigt Wurz dies bei der Staatspolizei an. Daraufhin stellt sich heraus, dass der Schwiegersohn wegen der Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft gesucht wird und sich schon damals mit den Söhnen von Wurz im Wirtshaus ge...

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