Sprach- und Stilmittel

Im Folgenden werden verschiedene Sprach- und Stilmittel aufgelistet und mithilfe von Beispielen aus dem Roman veranschaulicht:

Alliteration

(Wiederholung von Buchstaben oder Silben zu Beginn benachbarter Wörter)

„Ärger? Abzüge? Antreiben? Abends…“ (S. 241)

„Trompeter und Trommler, der Tambour“ (S. 244)

„eine Genugtuung, gesucht und gebraucht zu werden“ (S. 358)

Anadiplose 

(Wiederaufnahme des letzten Wortes oder der letzten Wortgruppe eines Satzes am Anfang des nächsten Satzes)

„Er dachte jetzt nicht an seine Frau und an seine Kinder, er dachte jetzt ausschließlich an sich selbst. An sich selbst, der sich eingesperrt fühlte in einen gebrechlichen Körper, den man wer weiß warum quälen konnte.“ (S. 92)

Anakoluth 

(Satzbruch, inkonsequenter Satzbau)

„Er hatte genau dieselbe Empfindung wie damals bei seiner ersten Verhaftung, als plötzlich das Haus umstellt war, - ein rasches Ordnen aller Gefühle, Gedanken, ein blitzschnelles Überbordwerfen allen Plunders, der reinlichste Abschied, und schließlich –“ (S. 59)

„[Die Hand] war gewiss bös zugerichtet, so bös aber doch nicht, dass sie das Vorzeichen rechtfertigte auf der Stirn und den Augen des Mannes, - wovon war der Mann so erschöpft?“ (S. 103)

„Was schon das Ganze wert sei –.“ (S. 258)

„Ich hab mir immer im Leben die einfachsten Sachen gewünscht – eine Wiese oder ein Boot, ein Buch, Freunde, ein Mädchen, Ruhe um mich herum. Dann aber ist dieses andere über mein Leben gekommen. Ist gekommen, als ich noch ganz jung war – dieser Wunsch nach Gerechtigkeit. Und mein Leben ist langsam anders geworden und jetzt nur zum Schein noch ruhig.“ (S. 320).

Anapher 

(Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe an Satzanfang) 

Er ging über die Felder zu seinem Karren. Er suchte sich einen sonnigen Fleck […]. Er sah Sophie vergnügt entgegen. […] Sie waren zusammen in Schmiedtheim in die Schule gegangen. Sie setzte sich neben ihn.“ (S. 43)

Er rieb das Gelenk seiner kranken Hand, das sich versteift hatte. Er rieb seine Kniegelenke, seine Knöchel und Zehen.“ (S. 78)

Antiklimax

(Abfallende Steigerung, die häufig aus drei Teilen besteht) „Familie oder Gemeinde oder Liebschaft“ (S. 12)

„unter allen weiblichen Personen auf der ganzen Welt und in meinem ganzen Bekanntenkreis“ (S. 45)

Antithese

(Zusammenführung entgegengesetzter Begriffe)

 „Friede statt Todesangst, Gnade statt Gerechtigkeit.“ (S. 79)

„Georg war ja hochgewachsen, der da war fast so klein wie ihr Vater.“ (S. 133-134)

„Wir haben Leid und Freud geteilt.“ (S. 197)

Antonymie 

(Gegenwort, Gegensatzpaar)

„Norden und Süden, Osten und Westen“ (S. 13)

„Schreck und Freude, Wut und Angst, Glück und Eifersucht“ (S. 137)

„weder alt noch jung, weder schön noch hässlich“ (S. 234)

„Vernunft und Herz“ (S. 245)

Correctio 

(Korrektur oder Verbesserung einer Aussage)

„Es war vollständig still. Zum ersten Mal spürte Franz keinen Frie...

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