Simultanität

Der personale Erzähler schildert manchmal mehrere Situationen gleichzeitig. Er schlüpft in die Personen hinein und erzählt aus ihrer Perspektive in der 3. Person („er“, „sie“). Er hat Einblick in die Innenwelt der Figur, kann daher aber auch nur die Gedanken, die Gefühle und die Handlung aus der Sicht der Person, die er gerade einnimmt, erzählen. Die Simultanität der geschilderten Handlungen ist zum Beispiel zu erkennen, als Georg den jüdischen Arzt in Mainz besucht: „Der Arzt hielt die Hände unter das Wasser, dass es spritzte. Nicht mehr zum Aushalten, was man mir antut. Jetzt noch das dazu. Das gibt es doch gar nicht, dass man so leiden muss. Georg dachte mit zusammengezogenen Brauen, während das Wasser floss wie ein Quell: Aber doch Sie nicht allein.“ (S. 104). Dies findet sich auch in der Situation, in der Wallau zum Verhör ins KZ zurückgebracht wird und auf Overkamp trifft, der für ...

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