Ernst der Schäfer, der gute Hirte

Das Auftreten von Ernst dem Schäfer und seine starke Anziehungskraft auf alle Frauen in seinem Umfeld verweisen auf den sogenannten Schäferroman, eine spezielle Romanform des Barocks. Er zählt in den Anfängen zum hohen Roman (in Abgrenzung zu niederen Romanformen, wie dem Schelmenroman), da er die Vernunft in den Vordergrund stellt und diese am Ende stärker ist als die Wallungen junger Liebe. Oft steht daher am Ende der Handlung auch eine einvernehmliche Trennung des Paares. Kennzeichnend ist zudem, dass die Frauen nie aktiv in der Handlung erscheinen, sondern nur von den Männern beschrieben werden. 

Im Hinblick auf die ursprüngliche Konzeption kokettiert Seghers daher deutlich mit der Figur von Ernst diesen Romantypus, da er als „ein ganz frecher unschäferisc...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen