Interpretation

Unsere ausführliche Interpretation der Novelle »Das Schloss Dürande« befasst sich mit den zentralen Themen und Aussagen des Werkes. Zunächst wird Eichendorffs Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Dichtung näher beleuchtet. Im Fokus stehen dabei die Kritik an der literarischen Moderne mit ihrer Hinwendung zum Protestantismus und zur Aufklärung sowie die Bevorzugung einer frommen, volkstümlichen, freien und naturnahen Dichtung. Anschließend wird detailliert erläutert, wie sich Eichendorffs ‚Rezension der Poesie‘ auf die Gestaltung der Figuren und der Schauplätze auswirkt. Eine anschauliche Tabelle listet jene Merkmale ‚wahrer‘ und ‚falscher‘ Poesie auf, wie der Autor sie definiert. 

Der zweite Teil des Kapitels ist der Rolle der Natur im Werk gewidmet. Ein Blick auf die Eingangsszene der Novelle verdeutlicht, welche poetologische, politische und religiöse Haltung sich hinter den Naturbildern verbirgt. Es folgt eine Untersuchung der Gegensätze in der Natur, die je nach ihrer Botschaft positiv oder negativ besetzt sind: Lärm und Stille, Mond und Sonne, verschiedene Vogelarten. Eine Tabelle illustriert, was Eichendorff unter ‚guter‘ und ‚schlechter‘ Natur verstand. Als Letztes werden die Sprache der Natur und ihre Bedeutung für die Poesie herausgearbeitet. 

Unsere umfassende Interpretation befasst sich darüber hinaus mit der Liebesgeschichte zwischen dem jungen Grafen Hippolyt und der bürgerlichen Gabriele. Zunächst wird untersucht, wie der Autor anhand der Liebeshandlung den Kampf der wahren Dichtung und die Sinnlosigkeit der Revolution beschreibt. Anschließend wird herauskristallisiert, wie sich die Liebenden zwischen erotischem Verlangen (Venusliebe) und selbstloser Zuneigung (Marienliebe) positionieren. Auch hier wird ein Bezug zu Eichendorff literaturkritischer Haltung hergestellt.

Neben alledem setzt sich unsere detaillierte Interpretation mit der politischen Botschaft in »Das Schloss Dürande« auseinander. Zunächst wird ein Überblick über Eichendorffs konservative Einstellung gegenüber der Französischen Revolution vermittelt. Grundlage sind seine theoretischen Schriften sowie Anregungen durch intellektuelle Vorbilder. Es schließt eine detaillierte Interpretation der Darstellung der Revolutionäre im Werk an, die sich an den Merkmalen der geheimen Verschwörung und der moralischen Verkommenheit orientiert. Berücksichtigung finden ferner Eichendorffs Blick auf den Adel sowie die Botschaft des Novellenendes. 

Im letzten Abschnitt geht es schließlich um die religiöse Haltung des Autors. Zunächst wird Eichendorffs Kritik an den religiösen Strömungen seiner Zeit untersucht. Darauf wird eine Interpretation der Klosterszenen unter besonderer Berücksichtigung der räumlichen Ausstattung, der Weinlese und der Darstellung der Nonne Renate vorgenommen. Abschließend werden das Teufelsmotiv und seine Nähe zu den männlichen Protagonisten Hippolyt und Renald in den Blick genommen. 

 

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