Quellen

Zschokke und Schopenhauer

Beim Blick auf Johanna Schopenhauers Roman »Gabriele« (1819/20) liegt es nahe, anzunehmen, dass sich Eichendorff u.U. zu den Namen seiner Hauptfiguren anregen ließ. Schopenhauer erzählt die Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin Gabriele und dem jungen Grafen Hippolyt. Die Handlung weicht jedoch in wesentlichen Punkten vom »Schloss Dürande« ab, denn Gabriele ist ebenfalls adlig, um einiges älter als ihr Liebhaber und unglücklich verheiratet. Auch scheitert die Verbindung am Ende. Die Namensgleichheit der beiden Liebenden ist jedoch derart prägnant, dass Schopenhauers Roman als potenzielle Quelle Eichendorffs erwogen werden kann.

Übereinstimmungen finden sich ferner mit Heinrich Zschokkes Drama »Hippolyt und Roswida«, das 1803 erschien und zur gehobenen Trivialliteratur gehört. Auch hier geht es um einen jungen Adligen namens Hippolyt. Ebenso wie Eichendorffs Protagonist liebt er ebenfalls eine Bürgerliche. In beiden Werken steht die junge Frau unter der Obhut ihres Bruders, der sich auf Geheiß des Vaters um sie kümmern soll. Sowohl hier als auch dort zielt der Bruder mit dem Gewehr auf den verhassten L...

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