Hippolyt

Der unbekannte Liebhaber

Der junge Graf Hippolyt ist der Sohn des alten Grafen Dürande. Er bewohnt zusammen mit seinem alten Vater ein Schloss in der französischen Provence. Hippolyts Mutter ist bereits verstorben (vgl. S. 33). Von Geschwistern ist nichts bekannt. Zu den engsten Vertrauten des jungen Adligen gehört der alte Schlosswart Nicolo. 

Der charmante und gut aussehende Hippolyt beginnt eine Liebesbeziehung zu der bürgerlichen Gabriele. Die junge Frau lebt mit ihrem Bruder Renald in einer abgelegenen Waldhütte. Als Jäger ist Renald dem alten Grafen Dürande unterstellt. 

Hippolyt und Gabriele treffen sich des Öfteren heimlich im Wald. Ganz unentdeckt bleiben sie allerdings nicht, denn in der Gegend mehren sich bereits die Gerüchte. Der clevere junge Graf kann jedoch unerkannt bleiben, denn er verkleidet sich bei den Treffen stets als einfacher Jäger (vgl. S. 4).

Renald, dem die Affäre seiner Schwester zu Ohren gekommen ist, legt sich eines Abends auf die Lauer. Als er das Paar entdeckt, zielt er auf den als Jäger getarnten Grafen. Gabriele wirft sich dazwischen und wird am Arm getroffen. Der erschrockene Hippolyt zieht sogleich seine Pistole. Doch als er Gabrieles Zustand bemerkt, hält er besorgt inne. Sie behauptet, in Ordnung zu sein, nimmt ihm die Waffe ab, und drängt ihn zur Flucht.

Anhand der wertvollen Pistole stellt Renald fest, dass der Geliebte seiner Schwester von hohem Stand sein muss. Gabriele jedoch kann keine Aussage zu ihrem Verehrer machen, denn auch ihr gegenüber hat der schlaue Hippolyt seine wahre Identität verschwiegen: „Sie […] erzählte, wie er an einem schönen Sonntagsabend, als sie eben allein vor der Tür gesessen, zum ersten Male von den Bergen gekommen und sich zu ihr gesetzt, und dann am folgenden Abend wieder und immer wieder gekommen, und wenn sie ihn fragte, wer er sei, nur lachend gesagt: ihr Liebster.“ (S. 5).

Der beharrliche Verehrer

Um weiteres Unheil abzuwenden, schickt Renald Gabriele ins Kloster. In der Nacht, als Gabriele das Haus verlässt, glaubt sie, Schritte zu hören. Der geheimnisvolle Hippolyt ist in der Dunkelheit jedoch nirgends zu sehen. 

Eines Nachts nähert sich der verliebte Graf dem Kloster. Gabriele und ihre Mitschwester sitzen gera...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen