Erzähler

Aspekte des auktorialen Erzählens

Eichendorff setzt in seiner Novelle einen auktorialen Erzähler ein, der mitunter seine allwissende Position verlässt und sich stärker in die Perspektive einer einzelnen Figur hineinbegibt. Die grundsätzliche Allwissenheit des Erzählers lässt sich an vielerlei Aspekten erkennen. Sie wird bereits in dem Aufbau der Handlung deutlich. Der Erzähler macht in der Rahmenhandlung den eigenen Erzählprozess deutlich, indem er die von ihm wiedergegebene Geschichte zunächst mit einer Szene aus der Gegenwart einleitet (vgl. S. 3). Gleichzeitig nimmt er damit das Ende der Erzählung vorweg. Am Schluss greift er das gegenwärtige Erzählen aus der Einleitung wieder auf und wendet sich sogar mit einer Botschaft an die Leserschaft (vgl. S. 48). Die Kenntnisse über den weiteren Verlauf der Geschichte und die direkte Leseransprache sind eindrückliche Zeichen der auktorialen Erzählweise. 

Vor allem der Beginn der Novelle offenbart die distanzierte Erzählhaltung im Sinne der Vogelperspektive: „In der schönen Provence liegt ein Tal zwischen waldigen Bergen, die Trümmer des alten Schlosses Dürande sehen über die Wipfel in die Einsamkeit herein; von der andern Seite erblickt man weit unten die Türme der Stadt Marseille; wenn die Luft von Mittag kommt, klingen bei klarem Wetter die Glocken herüber, sonst ...

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