Interpretation

Unsere ausführliche Interpretation der Novelle »Das Marmorbild« befasst sich mit den zentralen Themen und Aussagen des Werkes. Zunächst wird Eichendorffs Auseinandersetzung mit der Poesie beleuchtet. Die poetische Entwicklung des Protagonisten Florio steht dabei ebenso im Vordergrund wie Eichendorffs Kritik an den Frühromantikern. Berücksichtigung findet auch die Distanzierung des Autors von der Dichtung Otto von Loebens, die sich im »Marmorbild« beispielhaft zeigt. Eine anschauliche Tabelle listet schließlich die Merkmale ‚wahrer‘ und ‚falscher‘ Poesie auf, wie Eichendorff sie definiert. 

Der zweite Teil der Interpretation setzt sich mit Florios Traum und dessen symbolischer Bedeutung auseinander. Auf die Analyse der dramaturgischen Funktion folgen die Deutungen des Sirenenmotivs sowie des Motivs der Wehmut. Hiernach werden die Prophezeiungen des Traumes eingehender untersucht.

Unsere umfassende Interpretation befasst sich darüber hinaus mit dem Dualismus aus Traum und Wirklichkeit. Die Durchdringung von Alltags- und Fantasiewelt findet ebenso Berücksichtigung wie die Schwellenmotive und Unterscheidungsmerkmale. Ferner bietet dieser Abschnitt psychologische Erklärungsansätze für die übernatürlichen Erscheinungen im Werk.

Der nächste Abschnitt ist der Thematisierung der Adoleszenz in Eichendorffs »Marmorbild« gewidmet. Er befasst sich mit der Entwicklung des Protagonisten Florio vom naiven Jüngling zum reifen Mann und schildert zunächst die Merkmale seiner Unreife. Anschließend werden mit Freuds Strukturmodell der Psyche und Kierkegaards Stadien der menschlichen Existenz zwei Modelle der Persönlichkeitsentwicklung auf Florios Adoleszenz übertragen. 

Neben alledem setzt sich unsere detaillierte Interpretation mit dem Frauenbild in Eichendorffs Novelle auseinander. Eingangs werden die Charakterisierungen der weiblichen Protagonistinnen Venus und Bianka vor dem Hintergrund des damaligen Frauenbildes untersucht. Die offenkundige Gegensätzlichkeit der beiden Frauenfiguren wird im anschließenden Abschnitt konterkariert, indem die venushaften Züge Biankas und die marienhaften Züge der Venus herausarbeitet werden. 

Im vorletzten Teil des Kapitels geht es um die Gegenüberstellung von Christentum & Heidentum im »Marmorbild«. Es wird erläutert, wie sich Eichendorff die Überwindung des Heidentums durch das Christentum vorstellt und darstellt. Ferner kristallisiert der Text noch einmal spezifisch die negativ konnotierten Kennzeichen des Heidentums sowie die positive Inszenierung des Christentums heraus. 

Der letzte Abschnitt der Interpretation ist dem Vergleich zwischen Joseph von Eichendorffs Novelle »Das Marmorbild« und E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen »Der Sandmann« gewidmet. Zu den untersuchten Merkmalen gehören die jeweiligen Protagonisten sowie das Motiv der verlebendigten Statue. Ebenfalls miteinander verglichen werden die Art und Weise, wie Sprache und Erzähltechnik ein Gefühl der Scheinbarkeit und Verwirrung erzeugen. Nicht zuletzt erfolgt eine Gegenüberstellung des in beiden Werken vertretenen Dualismus von Realität und Fantasie. 

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