Merkmale der Novelle

Mittlerer Umfang

Im Untertitel wird »Das Marmorbild« als Novelle ausgewiesen. Eichendorff selbst schwankte jedoch bei der Gattungszuordnung seines Textes. In einem Brief an Friedrich de la Motte Fouqué vom 2.12. 1817 spricht er einerseits von einer Novelle und andererseits von einem Märchen. Tatsächlich vermischt »Das Marmorbild« die Merkmale beider Gattungen (vgl. dazu auch „Merkmale des Märchens“).

Als literarisches Genre lässt sich die Novelle deshalb nur schwer eingrenzen, da sie im Laufe der Zeit unterschiedliche Definitionen erfahren hat. Bewährt hat sich jedoch die Beschreibung der Novelle als eines Prosatextes mittleren Umfangs. Dieser Länge entspricht auch »Das Marmorbild«, denn es ist kürzer als ein Roman und länger als eine Kurzgeschichte. Dazu umfasst Eichendorffs Erzählung eine überschaubare Anzahl an Figuren.

Unerhörte Begebenheit

Nach der Definition Johann Wolfgang von Goethes und Friedrich Schlegels kommt es vor allem auf den Inhalt der Novelle und weniger auf dessen Form an. Beide sprechen in diesem Zusammenhang von einem Ereignis, das für die Leser vollkommen neu und außergewöhnlich sein sollte. Diese Neuheit ist bereits im Namen Novelle, übersetzt „kleine N...

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