Autobiografische Bezüge

Kindheitserinnerungen

Die Erinnerungen an seine eigene Kindheit sind ein immer wiederkehrendes Thema in den Werken Eichendorffs. Ein häufig auftretendes Motiv ist der Garten vor Schloss Lubowitz, in dem Eichendorff aufgewachsen ist. Wenngleich dieser Ort auch nicht beim Namen genannt wird, lassen sich im »Marmorbild« einige Hinweise darauf finden. Um diese Verbindungen zu entschlüsseln, hilft ein Blick auf andere Texte des Autors. 

In dem autobiografischen Fragment »Idyll von Lubowitz« schreibt Eichendorff: „Kindisch lag ich im Lubowitzer Garten am Lusthause im Schatten in der Mittagsschwüle u[nd] sehe die Wolken über mir […].“ Quelle Eine ähnliche Stelle findet sich im »Marmorbild«, als Florio durch Fortunatos frommes Lied an seine Kindheit erinnert wird. So spricht der Protagonist von „schwülen Nachmittagen in dem einsamen Lusthause unseres Gartens“ sowie davon, wie er sich „in das tiefste Gras [warf] und […] stundenlang zu[sah], wie Wolken über die schwüle Gegend wegzogen.“ (S. 39).

Darüber hinaus lässt sich eine namentliche Erwähnung des Schlosses Lubowitz noch in den Vorarbeiten zum »Marmorbild« ermitteln, bevor Eichendorff die Entsprechungen in der Endfassung dann verschleierte. Der spätere Florio trägt hier den Namen Aleß bzw. Aleßandro: „Venus [...] ihr Fang wird vereitelt: weil Sie den Aleß: unwillkührlich an altes Lubowitz erinnernd in sich selbst versenkt u. er daher im Stillen betet.“. In einer...

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