Epoche

Unser ausführliches Kapitel „Epoche“ ordnet Eichendorffs Novelle „Das Marmorbild“ (1819) in den Entstehungskontext und den zeitgeschichtlichen Hintergrund ein. Zunächst erläutert es die Vorläufertexte und Entwürfe der Erzählung und arbeitet anschließend die autobiografischen Bezüge heraus. 

Der nächste Abschnitt widmet sich den vielfältigen Quellen und Reminiszenzen des „Marmorbildes“. Neben dem antiken Pygmalion-Mythos und der mittelalterlichen Tannhäuser-Sage orientierte sich Eichendorff an Werken und Ideen von Happel, Tieck, Novalis, Goethe, Brentano, Fouqué und Hoffmann. Ferner wird der Venusmythos, und zwar von seinem Ursprung in der Antike bis hin zu seiner Weiterentwicklung über die Jahrhunderte hinweg, als weitere Inspirationsquelle beleuchtet. 

Es folgt eine Einordnung des Textes in die Epoche der Romantik unter Berücksichtigung der charakteristischen Merkmale und Motive, wie Sehnsucht, Verwandlung und Doppelgänger, innere Zerrissenheit und Wahnsinn, Schauerromantik, Naturbilder, Synästhesie und Gattungsvermischung.

Der anschließende Abschnitt widmet sich der Einordnung des Werkes in unterschiedliche literarische Gattungen. Zunächst wird anhand verschiedener Definitionsansätze untersucht, inwiefern die Erzählung „Das Marmorbild“ einer Novelle entspricht. Angelegt werden in diesem Zusammenhang Kriterien, wie die unerhörte Begebenheit, der dramenähnliche Aufbau, die Rahmen- und Binnenkomposition sowie das Dingsymbol. Darauf folgt die gattungstheoretische Zuordnung des Werkes zum klassischen Volksmärchen. Unterschiede finden sich insbesondere in Eichendorffs kunstvoller Verknüpfung von Fantastik und Realität. Im Folgenden wird untersucht, welche Merkmale des Entwicklungsromans „Das Marmorbild“ kennzeichnen. Diese lassen sich anhand der künstlerischen, sexuellen und christlichen Reifung der Hauptfigur Florio nachvollziehen.

Der letzte Abschnitt des umfassenden Kapitels „Epoche“ klärt den Leser darüber auf, wie Eichendorffs Novelle „Das Marmorbild“ in der literaturinteressierten Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Dabei finden auch die Rezeption und Adaption im 19. und 20. Jahrhundert Erwähnung.

 

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