Symbole & Motive

Garten

Das Motiv des Gartens taucht in zwei verschiedenen Bedeutungskontexten auf. Zum einen steht es in Zusammenhang mit Florios Kindheitserinnerungen: „wenn der Frühling wie ein zauberischer Spielmann durch unsern Garten ging“ (S. 4) – „mit der Gegend seiner Heimat, dem Garten und jedem heimischen Platz“ (S. 11) – „in dem einsamen Lusthause unseres Gartens“ (S. 49). 

Das Motiv lässt hier eine autobiografische Verbindung erkennen. Die entsprechenden Textstellen erinnern an den Garten vor dem Schloss Lubowitz, in dem Eichendorff aufgewachsen ist. Ähnlichkeiten finden sich auch zwischen Eichendorffs und Florios Beziehungen zum Garten als einem Ort, der zur Entspannung einlädt und die Fantasie anregt (vgl. Kapitel „Epoche“, Abschnitt „Autobiografische Bezüge“). Im Kontext der Kindheitserinnerungen wird der Garten unweigerlich zum Symbol für die Heimat. 

Wenn Fortunato gegen Ende der Novelle vom „Paradiesgärtlein unsrer Kindheit“ (S. 47) spricht, dann sind damit auch die durch die Erziehung vermittelten (christlichen) Werte gemeint. An eben diese wird Florio durch Fortunatos frommes Lied erinnert und vor dem Verderben gerettet (vgl. S. 38).

Dem positiv besetzten Motiv des ‚Gartens aus der Kindheit‘ wird ein anderer ‚Paradiesgarten‘ entgegengesetzt. Es ist der Lustgarten der Venus. Auch dieser lockt mit Erholung und der Schönheit der Natur. Florio wird förmlich vom ihm angezogen: „Ein Strom von Kühle und Duft wehte den Ermüdeten erquickend daraus an.“ (S. 19). Mag sein, dass sich der Protagonist an...

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