Musik, Lieder und Tänze

Dramaturgische Funktion

Die Novelle »Das Marmorbild« enthält insgesamt neun Liedtexte. Drei davon werden durch den Protagonisten Florio vorgetragen (S. 7, 14, 47), zwei durch die Venus (S. 21, 28). Drei weitere Lieder können dem Sänger Fortunato zugeordnet werden (S. 8, 32, 44). Ein viertes Musikstück Fortunatos wird nicht wörtlich zitiert, sondern nur indirekt erwähnt. Es ist das erlösende christliche Lied (vgl. S. 38, 47). 

Nicht zuletzt enthält die Erzählung das Lied eines Gärtners (S. 42), welches für das Gesamtwerk jedoch von geringerer Bedeutung ist. Bianka und Donati sind die einzigen nichtsingenden Figuren der Novelle. Immerhin jedoch erscheint in Florios Traum eine singende Dame, die Bianka ähnelt (vgl. S. 14).

Anders als im klassischen Volksmärchen stellen Eichendorffs Liedtexte nicht nur dekorative Einlagen dar. Sie verbinden sich vielmehr auf kunstvolle Weise mit den vortragenden Figuren, den jeweiligen Szenen und der gesamten Handlung. Gleich einem Leitmotiv ziehen sich die Lieder – und im Übrigen auch die Musik im Allgemeinen – durch das Werk. Sie nehmen mit ca. 8 von 48 Seiten etwa siebzehn Prozent der Gesamtlänge ein. Durch die Lieder kommt ein Gesamtkunstwerk aus Lyrik, Prosa und Tonkunst zustande, welches das romantische Ideal der Progressiven Universalpoesie widerspiegelt. 

Darüber hinaus macht Eichendorff die Musik in Verbindung mit der Dichtkunst zu einem zentralen Thema der Novelle....

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