Die Lieder der Venus

»Was weckst du, Frühling, mich von neuem wieder?«

Das erste Lied der Venus ist ein Sonett. Diese spezifische Gedichtform besteht aus vierzehn Zeilen, die sich aus zwei Quartetten (Vierzeilern) und zwei Terzetten (Dreizeilern) zusammensetzen. Das Reimschema des Sonetts variiert. Im vorliegenden Fall sind die beiden Quartette jeweils mit einem umarmenden Reim ausgestattet, während die Terzette durch einen verschränkten Reim zusammengefasst werden.

Die Venus singt ihr erstes Lied im Lustgarten (vgl. S. 21). Es beschreibt ihr eigenes Schicksal als Frühlingsgöttin, die dem Kreislauf der Natur und somit dem ständigen Wandel von Werden und Vergehen unterworfen ist. Richtig verständlich wird der Liedtext erst vor dem Hintergrund der Legende von der Frau Venus, die am Schluss der Novelle erzählt wird (vgl. S. 44 ff.). Demnach kehrt der Geist der Heidengöttin jedes Jahr im Frühling in den Tempel zurück, um junge arglose Männer „durch teuflisches ...

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