Perspektivierung

Wolfgang Borchert offenbart in seiner Kurzgeschichte „Das Brot“ ein besonderes Feingefühl für das schwierige zwischenmenschliche Miteinander in der Nachkriegszeit. Mit wenigen Worten und kurzen Sätzen gelingt es ihm, eine sehr tiefe emotionale Auseinandersetzung innerhalb einer Wohnung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg darzustellen. Die beschriebenen Konfliktsituationen werden durch die gut ausgewählte Sprache und die besondere Stilistik fühlbar und nachvollziehbar.

Der Leser kann die angespannte Atmosphäre zwischen den älteren Eheleuten förmlich spüren. Der hungrige Mann nimmt eine Scheibe Brot von den knapp eingeteilten Vorräten an sich und belügt nachfolgend seine Frau, mit welcher er seit neununddreißig Jahren verheiratet ist. Die enttäusc...

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