Entstehungsgeschichte und Epoche

Entstehung und autobiographische Bezüge

Ab dem März des Jahres 1941 geht der 20-jährige Wolfgang Borchert seinem Traumberuf als Schauspieler an der Landesbühne in Lüneburg nach, jedoch nur für vier Monate, denn bereits im Juli 1941 wird er zum Kriegsdienst eingezogen und wird im November direkt an die sowjetische Front geschickt. Im Februar 1942 wird er verwundet, sodass sein linker Mittelfinger amputiert werden muss. Der Vorwurf der Selbstverstümmelung kann nicht bewiesen werden und Borchert wird deswegen freigesprochen. Der kritische Soldat muss jedoch zwei Mal im Laufe der Kriegsjahre ins Gefängnis aufgrund seiner kritischen Äußerungen über das Dritte Reich und seiner politischen Witze (siehe dazu Borcherts Biografie).

Der junge Autor ist häufig krank: Die Mangelernährung und die Kälte machen ihm zu schaffen. Bereits 1942 treten die ersten Symptome einer Gelbsucht bei ihm auf, die jedoch im Kriegs- und Gefängnisalltag nicht behandelt werden. 1945 wird Borchert von französischen Soldaten gefangen genommen. Ihm gelingt jedoch die Flucht. Daraufhin wandert er 600 Kilometer, bis er seine Heimatstadt Hamburg erreicht, wo er, krank und erschöpft, seine Eltern in den Arm nehmen kann. 

Zunächst wird er im Theater aktiv und bekommt sogar einen Job als Regieassistent im Hamburger Schauspielhaus. Bald jedoch fesselt ihn die Leberkrankheit wieder ans Bett. Die Ärzte im Elisabeth-Krankenhaus in Hamburg vermuten 1946, dass der junge Mann höchstens noch ein Jahr zu leben habe, es könne allerdings auch jeden folgenden Tag so weit sein. 

Borchert lässt sich davon aber nicht unterkriegen. Zuhause schreibt er gegen seine Krankheit an, empfängt Besuch, tausc...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen